Baugeschichte

ca. 1020 – 1250
Romantik

In der Spätromanik wurde die Klosterkirche um 1232 – 1259 in Kreuzform errichtet. Zeitgleich wurde auch die „Afra-Kapelle“ in Angriff genommen, die aber auf Grund der kleineren Baumasse wesentlich früher fertiggestellt wurde.

ca. 1250 – 1520
Gotik

Ab 1263 wurde nördlich der Klosterkirche das Gebäude, der „Alte Konvent“, errichtet. Mit den Arbeiten wurden im Ostflügel begonnen. Der Nord- und Westflügel wurde dann nach und nach fertiggestellt. Ab 1476 wurde der alte Kreuzgang in seiner heutigen Form neu gestaltet, indem ein Ziegelgewölbe mit profilierten Rippen eingezogen wurde.

In dieser Zeit wurde auch der sogenannte „Schuster-“/“Johannesgang“ gebaut. Dieser verband den „Alten Konvent“ mit einem Gebäude im Norden der Klosteranlage. Das Gebäude wurde um 1840 abgebrochen und an seiner Stelle befindet sich heute der sogenannte „Zellenbau 3“.

ca. 1520 – 1620
Renaissance

In den Jahren 1617 – 1634 kommt der Westflügel des ehemaligen Noviziat / Priorat hinzu.

ca. 1660 – 1780
Barock

Im Jahr 1698 wird der Turm der Klosterkirche in seiner heutigen Form erhöht und neugestaltet.

1730/1731 wird die heutige Abtei errichtet, zu diesem Zweck wird der Vorgängerbau (Südflügel) abgebrochen. Im Zuge dieser Baumaßnahme entstand in der Süd-Westecke ein Turm mit einer Privatkapelle für die Äbtissin, die sogenannte „Asam-Kapelle“. Der Altar wurde im Kloster Aldersbach von Frater Kaspar Grießemann gefertigt und das Altarbild von Cosmas Damian Asam gemalt. Der Westflügel aus den Jahren 1617-1634 wird von der Baumaßnahme nicht angetastet, aber bauliche Vorbereitungen für einen späteren Abriss/Umbau getroffen.

In der Barockzeit wurde die Klosterkirche von 1732 – 1734 neu gestaltet. Unter anderem wurde die gerade Ostwand des Presbyteriums abgebrochen und in der heutigen Form (Dreiachtel-Chorabschluss) neu errichtet.

Zeitgleich entstand auch der Ost-, Süd- und Westflügel um den Kirchhof. In diesen Flügeln befinden sich heute die Grundschule und das Gymnasium bzw. Wirtschaftsschule.

ca. 1770 – 1840
Klassizismus

Um 1840 wird an der Westseite des Schuster-/Johannesgang ein Anbau mit Klosterzellen errichtet.

1845 wird der Dachstuhl des nördlichen Teils des Westflügels der Abtei erneuert. Der Baukörper aus der Renaissance hatte vermutlich bis dahin einen provisorischen Dachstuhl aus der Barockzeit.

1902 erfolgte die Aufstockung des Verbindungsganges mit der „Passauer-Kapelle“ an der Westseite der Klosterkirche zum alten Konvent.

ab 1910
Moderne

Zur Verbesserung der Wohnqualität wurde 1911 ein neuer Zellenbau westlich des „Alten Konvents“ erbaut. Dieser Baukörper wurde dann im Zuge der Errichtung des neuen Zellenbau 1 abgebrochen.