Trilogie der "Seligenthaler Gespräche 2018":
Glaube – Hoffnung – Liebe


In diesem Jahr bilden die sogenannten "Göttlichen Tugenden": Glaube – Hoffnung – Liebe das Fanal für die "Seligenthaler Gespräche".
In der christlichen Theologie werden sie letztlich als Geschenk der göttlichen Gnade verstanden, die Menschen zu einer Lebensführung befähigt, die dem göttlichen Anruf entspricht.

Der Glaube ist zentral für das menschliche Leben. Er bedeutet ein Grundvertrauen zu haben. Die existentielle Gewissheit im christlichen Glauben trägt als Grundmuster einer Lebenspraxis, als eine Haltung.

Hoffnung ist die auf die zukünftige Erfüllung eines Wunsches gerichtete Erwartung.
In drei grundlegenden Bänden reflektiert der illustre Philosoph Ernst Bloch als Atheist z. B. seine Ansichten vom "Prinzip Hoffnung"; für ihn bietet es die Möglichkeit zu einem besseren und humaneren Lebensentwurf.
Die christliche Hoffnung zielt auf die Zuversicht, das Leben in der kommenden Welt zu gewinnen.

Liebe ist die mit der menschlichen Existenz gegebene Fähigkeit, eine intensive, gefühlsmäßige, vor allem positiv erlebte Beziehung zu einem Menschen zu entwickeln sowie eine Form affektiver Zuwendung zu Anderen. Analog lässt sich Liebe auch zu Lebewesen und zu einer Sache oder Idee empfinden. Ihr Wert wird im Anderen erfahren (Erich Fromm). Liebe verortet sich in einer Vorstellungs- und Erfahrungswelt zwischen den Liebenden, die durch ihre dialogische Basis (Martin Buber) die Beteiligten verändert oder bestimmt.


Drei ausgewählte Referenten verleihen der thematischen Trilogie ihre eigenen Akzentuierungen:

*Professor Dr. Martin Thurner, 25.10.2018: "Glaube: Philosophische Annäherungen in drei Gleichnisbildern".
Professor Dr. Martin Thurner lehrt Christliche Philosophie am Martin-Grabmann-Forschungsinstitut der Katholisch-Theologischen Fakultät der LMU in München und ist Vorsitzender der Eugen-Biser-Stiftung.

* Professor Dr. Georg Sans SJ, 6.11.2018: Worauf hofft ein Christ?"
Professor Dr. Georg Sans SJ lehrt Religions- und Subjektphilosophie an der Hochschule für Philosophie in München, ist Studiendekan am Eugen-Biser-Stiftungslehrstuhl und Leiter des Instituts für Religionsphilosophie (IRP).

* Professor Dr. Karl Woschitz, 13.11.2018:"Transfigurationen der Liebe"
Prälat Professor Dr. Karl Matthäus Woschitz, Bibelwissenschaftler, Rektor der Klagenfurter Christkönigskirche und emeritierter Professor für Religionswissenschaften und Biblische Theologie an der Universität Graz, leitete das Institut für Religionswissenschaft an der Katholisch-Theologischen Fakultät Graz.

Die Vorträge beginnen jeweils um 19.30 Uhr; ein Wein-Imbiss ist vorgesehen.
Wir heißen Sie sehr herzlich willkommen.




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