Osterbrief 2016

Ausgabe 16
· Landshut, 17.03.2016



 Sehr geehrte, liebe Freunde Seligenthals,
 
Jesus Christus ist auferstanden, mit diesem Ausruf und den folgenden Worten hat im letzten Jahr Papst Franziskus seine Oster-Botschaft begonnen. Die immer wieder gleiche, doch auch immer wieder neu zu bedenkende Wahrheit kann unser ganzes Leben prägen, uns auf unserem Lebensweg begleiten. Sie weist über unser menschliches Dunkel hinaus, lässt uns aufhorchen und schenkt uns eine tiefe Freude, wenn wir sie ernst nehmen und unser Leben von ihr her gestalten. Wenn wir annehmen können, dass sich Gott um unsertwillen entäußert hat, bis zum Tod erniedrigt wurde, aber gerade so den Tod überwunden, selbst auferstanden  und uns Auferstehung ermöglicht, wird Schweres zwar nicht automatisch einfach und Leid muss immer noch ertragen werden, aber es eröffnet sich uns ein neuer Horizont. Wir sind nicht mehr allein gelassen, wir dürfen der großen, uns umfangenden Liebe Antwort geben und alles in unserem Leben kann einen tieferen befreienden Sinn bekommen, der sich erfüllt in der Schau der Herrlichkeit Gottes.

So wünsche ich Ihnen die Freude, den Frieden und die Hoffnung des Osterfestes!

Wir sind sehr froh und dankbar, dass wir im Sommer die Generalsanierung beenden dürfen. So wollen wir Gott und auch allen Spendern danken und ein herzliches Vergelt`s Gott sagen.

In diesem Jahr finden und fanden ein paar besondere Geburtstag statt, die wir natürlich gerne feierten. So durfte Schwester M. Beatrix unsere Ökonomin und Priorin zusammen mit Ihrer großen Verwandtschaft, allen Angestellten und natürlich uns Schwestern am 24. 02. Ihren 70. Geburtstag feiern, der von Schwester Angelika am 26. Mai noch aussteht.
Mit Schwester M. Johanna unserer langjährigen Novizenmeisterin dankten wir am 04. 03. Gott für 100 Jahre reiches, fruchtbares Leben und freuten uns mit ihr, dass sie ihren Festtag so intensiv mitfeiern konnte.
Wer Schwester M. Lioba unsere langjährige Leiterin des Gymnasiums und später auch der Wirtschaftsschule  kennt wird überrascht sein, dass sie am 30. 03. Ihren 90. Geburtstag begehen darf. Auch sie ist noch so agil, dass sie die Überweisung der Baurechnungen zeitgemäß erledigt und so immer am Laufenden bezüglich der Sanierung war und ist.
Unsere jüngste Konventfrau, Schwester M. Immaculata feierte am 14. März ihren 40. Geburtstag leider im Krankenhaus. Jünger als sie ist nur noch unsere Kandidatin Anna.

Wie beim Generalkapitel 2016  in Rom empfohlen haben wir uns entschlossen auch in Zukunft Regular - oder sogenannte Innen - Oblatinnen zu aufzunehmen. Innen Oblatinnen sind Frauen, die sich nach einer Probezeit entschließen in einem Kloster mitzuleben, sich an die klösterliche Lebensweise zu halten, aber dies immer nur für ein Jahr versprechen. Sie sind nach der Einkleidung kaum von uns Schwestern zu unterscheiden, tragen aber statt des Chorkleides, das ja ausdrückt man ist eine Nonne, nur den weißen Chor - Mantel. Regularoblatinnen haben bei uns den Status einer Jungprofessin, das heißt einer Schwester, die noch keine ewigen Gelübde abgelegt hat. Schwester M. Sophie und Schwester M. Elisabeth werden unsere ersten Regular Oblatinnen sein. 

Ende Januar durfte ich für eine knappe Woche nach Israel zu Dreharbeiten für zwei Meditationssendungen des Bayerischen Rundfunks fahren. Da ich noch nie in Israel war und durch das israelische Kamerateam auch das nicht für Touristen gedachte Israel sah, waren es sehr beeindruckende Tage für mich. Die erste Sendung „Zeit und Ewigkeit wird am Palmsonntag nach der Papstmesse ausgestrahlt, die Zweite am 17. April mit dem gleichen Übertitel, vor der Hl. Messe aus Tabga, dem Ort der Brotvermehrung.

Leider geht es Dr. Fuchs gar nicht gut. er ist sehr schwach und braucht fast jede Woche eine neue Blutkonserve.

Im Herbst werden wir wieder mit einer neuen Reihe der Seligenthaler Gespräche starten.

Es wünscht Ihnen ein gesegnetes, frohes Osterfest und die Freude und den Frieden des Auferstanden.            

Ihre M. Petra Articus



 


 



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