Zisterzienserinnen-
Abtei Seligenthal

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Deutschland

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Buchpräsentation mit dem Titel:
"Suche den Frieden und jage ihm nach. Anneliese Debray. Ein Leben für den Frieden"


Die diesbezügliche Veranstaltung findet am 13. März 2019 um 19 Uhr in Seligenthal statt.
Sie wird gestaltet von Schwester Dr. Maria Adelheid Schneider O.Cist. zusammen mit Rita Neumaier/Landshuter Zeitung und Klaus Lehner/Christliches Bildungswerk/Landshut.

Anneliese Debray zählt zu den Gründerfrauen in der Bundesrepublik Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. Geboren wurde sie 1911 in Lünen/Westfalen und verstarb 1985 in Hamburg. Ihr Leben widmete sie einem facettenreichen Einsatz für den Frieden.
1950 übernahm sie die Leitung des Hedwig-Dransfeld-Hauses (HDH) in Bendorf/Rhein, ursprünglich eine Bildungsstätte des Katholischen Deutschen Frauenbundes. Bis zum Jahre 1981 führte sie dieses Haus.

Unter ihrer Ägide entwickelte es sich zu einem ökumenischen und internationalen Zentrum, das einen profilierten Ruf genoss. Ihr weit gespanntes Bildungsverständnis fußte auf ihrer anfänglichen  Mitgliedschaft im Jugendbund des Katholischen Frauenbundes, in dem sie von 1945 bis 1950 als Bundesführerin tätig war. Von daher bezog sie ihr Anliegen zu sozialer und politischer Verantwortung. Das zeigte sich besonders in der Versöhnungsarbeit mit Frankreich, Polen und Israel.

Als Pionierin baute sie die interreligiöse Zusammenarbeit mit Juden, Muslimen und Christen im sogenannten HDH auf. Darüber berichten ihre Projektpartner im Buch. Nicht zuletzt zeichnete sie eine tiefe Religiosität aus, die auch Krisen überdauern konnte. Anneliese Debray hatte ein großes Herz, das alle Menschen, die ihr begegneten, ermunterte und stärkte.

Was vermag Anneliese Debray überzeitlich zu machen?

Im Geleitwort zum Buch schreibt der verdiente ehemalige Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz und Thüringen, Dr. Bernard Vogel: "Anneliese Debray darf nicht in Vergessenheit geraten. Sie hat es verdient, sich ihrer zu erinnern. Ihre Persönlichkeit hat die ersten vierzig Jahre der nach dem zweiten Weltkrieg aus moralischen und materiellen Trümmern der nationalsozialistischen Herrschaft neu entstandenen Bundesrepublik auf ihre Weise mitgeformt. Sie gehört zu ihren bedeutsamen Zeitzeugen. Allen, die heute in Gesellschaft, Kirche und Staat Verantwortung tragen, kann sie Wegweiser sein, und sie kann ihnen Mut machen."
Das Buch haben nicht nur die drei Herausgeber zusammengestellt, sondern viele Autoren wirkten dabei mit, so dass ein lebendiges Spektrum entstanden ist.

Maria Adelheid Schneider O.Cist., Werner Jakob Stueber, Marie-Thérèse Fachon (Hg.): Suche den Frieden und jage ihm nach. Anneliese Debray. Ein Leben für den Frieden. 2018 EOS Verlag St. Ottilien
ISBN 978-3-8306-7896-0



12.02.2019 - 09:28 Uhr

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