Zisterzienserinnen-
Abtei Seligenthal

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Seligenthal feierte den 90. Geburtstag von Schwester Maria Lioba


Seligenthal feiert den 90. Geburtstag von Schwester Maria Lioba

Schwester Lioba von Kloster Seligenthal in Landshut -  ein  Name, der sehr vielen in Stadt und Umgebung bekannt und vertraut sein dürfte - kann am 30. März auf ein reich erfülltes Leben von 90 Jahren zurückblicken.
Geboren wurde sie als Eleonore Hemmerle am 30.03.1926 in München-Moosach. Kindheit und Jugend verbrachte "Lorle" in ihrer Heimatstadt. Als sie nach Jahrzehnten zu ihrem sechzigjährigen Abiturjubiläum in München war, fühlte sie sich gleich wieder zuhause.

1947 trat Eleonore in die Abtei Seligenthal ein und erhielt bei der Einkleidung den Ordensnamen "Lioba". Über sieben Jahrzehnte hat sie dann ein großes Stück Kloster- und Schulgeschichte mitgeschrieben.
Auf eine Ausbildung zur Volksschullehrerin  folgte für Schwester Lioba das Lehramtsstudium der Mathematik und Physik an der Universität München. Nach der 2. Lehramtsprüfung begann 1955 ihre Tätigkeit als Lehrerin für Mathematik und Physik am Gymnasium von Seligenthal. "Ich bin immer gerne in die Klassen gegangen," sagt sie selbst über ihre Tätigkeit als Lehrerin. Noch aufschlussreicher ist das Statement einer ehemaligen Schülerin: "Sie sieht nicht nur gut aus; sie ist auch eine hervorragende Lehrerin und Pädagogin."
Im Jahr 1961 übernahm Maria Lioba Hemmerle die Aufgaben der stellvertretenden Schulleiterin. Von 1966 bis 1994 führte sie dann als Oberstudiendirektorin das Gymnasium Seligenthal und von 1973 bis 2000 gleichzeitig auch die Wirtschaftsschule des Klosters. Bald nach dem Amtsantritt von Äbtissin M. Assumpta Schenkl wurde sie außerdem 1988 von dieser zur Priorin der Klostergemeinschaft berufen. Dieses Amt, als unmittelbare Vertreterin der Äbtissin, hatte sie bis zum Jahr 2008 inne.
Aufgeschlossenheit für die Fragen der Zeit (insbesondere des Umweltschutzes), Mut zu Neuerungen, geistige Weite und ein stets offenes Herz kennzeichneten die schulische Amtsführung von Schwester Lioba. Umsicht, Wohlwollen und Verständnis für die Anliegen von Schülern, Lehrkräften und Eltern bildeten die Grundlage für ein angenehmes Arbeitsklima und für die spürbar gute Atmosphäre im ganzen Haus.
Unter ihrer Leitung nahm das Gymnasium Seligenthal bereits ab 1970/71 als eine der ersten bayerischen Schulen am Aufbau der neuen Kollegstufe teil. Sehr früh knüpfte die junge Direktorin auch Kontakte zu den späteren Partnerschulen von Seligenthal in Mulhouse/Elsass und in Schio/Norditalien, was zu regem Austausch anregte. Diese Partnerschaften bestehen bis heute, neben weiteren in anderen Ländern. Und fast selbstverständlich erschien ihr soziales Engagement für die Probleme der Dritten Welt, seit Seligenthaler Schwestern eine große Schule in Bolivien führten.
Zur großen Freude aller, die sie seit langem schätzten und bewunderten, wurden Schwester Maria Lioba Hemmerle mehrere hohe Ehrungen zuteil: Im Jahr 1993 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz am Bande. Zwei Jahre später überreichte ihr der Kultusminister die Medaille "PRO MERITIS", mit der Bayern besondere kulturelle Leistungen würdigt. Und im Jahr 2000 wurde ihr der Bayerische Verdienstorden verliehen.
Maria Lioba war mit Leib und Seele Pädagogin, aber in erster Linie ist sie Ordensfrau., die Kraft aus einer nie versiegenden Quelle schöpft. Als Mensch und Schwester zeigt sie, was Leben aus dem Glauben heißt und wie es im Alltag umgesetzt werden kann. Sie tut dies in großer Liebe und Treue und wird dadurch anderen zum Segen, die ihr dafür aus ganzem Herzen dankbar sind.
Ihr  90. Geburtstag soll für Schwester Lioba  ein festlicher Tag sein, an dem sie voll gelassener Zuversicht in das neue Lebensjahrzehnt eintritt.





14.04.2016 - 10:00 Uhr

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